Regenbogenschüsselchen

keltisches Rheingold

Rheingold
ca. 6 g. Ø 18 mm
hohes Relief, schüsselförmig

70 Exemplare

Preis: 670.- €
inkl. MwSt.

Katalognummer 2021.05

Die seit 2018 forcierte Ausprägung badischen Rheingoldes als 1/4-Unzenstücke diverser Jahresmotive erfuhr mit dem auch prägetechnisch verlockenden Versuch, die Machart keltischer >Regenbogenschüsselchen< wiederaufleben zu lassen, eine Erweiterung.
Diese so bezeichneten, tief schüsselförmig geprägten Goldmünzen im Statergewicht, der Sage nach immer am Berührungspunkt eines Regenbogens mit dem Boden aufzufinden, existieren in mannigfachen Motiven der in Süddeutschland und Frankreich sesshaft gewesenen Stämme und haben einen eigenen, heiteren Stil hervorgebracht, ganz im Gegensatz zu der von den östlichen Kelten betriebenen, barbarisierten Nachprägung griechischer Münzmotive.

Mit diesem Projekt sollte keinesfalls eine Art Replik erzeugt sein und dennoch mit den keltischen Stilelementen experimentiert werden. Stilistisch wiederaufgeommen wurde die Endpunktierung aller Lettern, der Gelenke und Hufe des Pferdes. Die Reliefpartien sind kräftig gearbeitet. Latein war sicherlich die damalige interregionale Handelssprache, weshalb die Umschrift darin gehalten ist (>AVRVM RHENI NATVRALIS<).
Mit Bedacht wurden Lettern und Bild so aufeinander abgestimmt, dass das Entziffern des Textes nicht leichtfällt, jedoch ein stimmiges, dennoch rätselhaftes Gesamtbild entstand, rätselhaft wie keltische Spuren, die um die Zeitenwende von der wesentlich besser verständlichen römischen Schicht überdeckt wurden.

Av: ein badischer Greif, nach links schauend, darunter im Oval das Badische Schrägbalkenschild und Umschrift >2021< und invers geschrieben, damit er nicht als Datum misszuverstehen wäre der Fgh. >829<.

Rv: ein springendes Pferd nach rechts, darunter Rad und Bastion eines Streitwagens, oben ein Sonnensymbol. Eine verzahnte Umschrift umgibt das Ganze, außen in großen Lettern >AVRVMRHENI< und zwischen diesen Buchstaben, kleinere >NATVRALIS<, natürliches Gold, oben Sign. >VH< und >KL<, für Kai Lösel, dem Finder des Prägegoldes.

Im Gegensatz zum Statergewicht von rund 8 Gramm erschien diese Medaille im Bereich von 6 Gramm.

Ausgeführt in hohem Relief, dezentrisch mit frei auslaufendem Randbereich, geprägt wie antike Münzen.
Bedingt durch den extrem hohen Prägedruck und die naturbelassene Konsistenz des Goldmaterials ergeben sich pittoreske Risse im Randbereich, wie bei den keltischen Vorgängermünzen

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