Römisches Theater von Kaiseraugst

AVGVSTA RAVRICA

Rheingold, 1-Unze
ca. 31,1 g. Ø 35-36 mm
einzeln numeriert

30 Exemplare

Preis: 2950.- € inkl. MwSt.

Katalognummer 2021.12

Die 2018 initiierte Serie der Flussgoldprägungen fand beim Publikum guten Zuspruch. Den früheren Ausgaben im 1/4-Unzengewicht folgten Stückelungen zu 1/2 Unze und mit dieser Prägung erstmals ein großformatiges Stück.
Der bisherige und zukünftige Schwerpunkt der Motive wird bei der Behandlung der römischen Vergangenheit des Rheintales liegen. Da die Gewinnung des Rheingoldes gewissermaßen vor Ort erfolgen konnte, überwog die Verwendung dieses heimischen Materials im Rahmen der Prägeserie. Bis Mitte 2021 entstanden daraus zehn unterschiedliche Ausgaben; die 1-Unze auf Kaiseraugst als Elfte.

Der Av. zeigt eine große >1< als Wertziffer, dem Flussbett des Rheines vorgelagert, daneben das badische Wappen. Von oben her erfahren, durch das fließende Wasser ständig abwärts weitergeschobene, zuerst grobe, dann immer feiner werdende goldhaltige Gesteinsfragmente eine fortschreitende Abrasion. Die von dieser >1< radial ausgehenden drei Linien symbolisieren den Eingriff der Goldgewinnung: das zufließende Material wird davon angehalten und separiert, um links der >1< als mikroskopisch kleine Goldflitter, als Schwerkonzentrat, gewonnen werden zu können.
Dreizeiliger Text >2021 / Nativ 928 / (1) UNZE RHEINGOLD<.
Die Auflage ist bezeichnet mit >30 EX<, Sign. >VICTOR / HUSTER< für Entwurf und Prägung, sowie für die Goldgewinnung >K+O / LÖSEL<, stehend für Kai Lösel und seinen Sohn Oliver.

Der Rv. untersucht die Ruine dieses größten römischen Theaters nördlich der Alpen, direkt am Rhein gelegen bei Kaiseraugst, ehemals >AVGVSTA RAVRICA< und älteste römische Siedlung in der Schweiz. Der antike Ortsname der Mitte des ausgehenden 1. Jhd. v.d. Zeitrechnung gegründeten Römersiedlung bezieht sich auf den vorher dort sesshaften keltischen Stamm der Rauriker. Mit der teilweisen Zerstörung des Ortes durch die Alamannen 273/274 setzte auch der Verfall des Theaters ein, stellenweise missbraucht als Steinbruch, teilweise überdeckt durch hinzukommende Zivilisationsschichten.
Dieses zeigt die Medaille als partielle Rekonstruktion der Anlage unter den linearen Grabungsabsteckungen der Archäologen: links sichtbar die intakte Anlage mit ihren Sitzreihen und dem Säulengang darüber. Davor das Areal des Jupitertempels, rechts die Verborgenes überdeckenden Fundhorizonte über der Ruine. Im Zentrum tanzt eine Darstellerin, eine Maske haltend, als Hinweis darauf, dass es sich um ein szenisches Theater handelte, wie es auch die drei antiken Masken im oberen Bereich betonen.

Über der Sign. >VH< sind die Medaillen mittels kleinem Punzeneinschlag einzeln numeriert.
Das natürlich belassene Rheingold wurde zur Verprägung offen als Rohlinge geschmolzen und enthält eine Fülle originärer mineralischer und metallischer Beimengungen. Das Material ist somit spröde und entwickelt unter dem hohen Prägedruck auch manche Risse im Randbereich, vergleichbar der Gestalt antiker Münzen.

zurück zu Badisches-Rheingold – ¼, ½ und 1 – Unzen Serie